Du fragst die sicherlich, wie läuft so eine Prüfung ab, was muss ich können und wie schwer ist es zu erlernen? Dieser Beitrag soll Dir das Thema näher bringen und die Angst vor dem Tag X nehmen. Hast du eine gute Schule gefunden, übst fleißig und bekommst alles verständlich erklärt, brauchst Du keine Angst zu haben.

Prüfungsmanöver

Die zu fahrenden Manöver sind in Pflicht- und Wahlpflicht-Manöver eingeteilt. Die Pflichtmanöver MUSST Du fahren. Bei den Wahlpflicht Manövern sucht der Prüfer einige aus.

Pflichtmanöver

Ablegen vom Steg

Um die Prüfung zu beginnen, musst Du erst einmal vom Steg wegkommen. Leinen los, rundum den Verkehr beobachten und ab geht die Fahrt. Wenn hinten der Motor noch hängt und läuft, dass Boot nicht demoliert ist und du sauber abgelegt hast, ist der erste Teil der Prüfung geschafft.

Fahren nach Kompass

Der Prüfer nennt Dir einen Kompasskurs. Diesen wiederholst Du, bringst das Boot auf diesen Kurs, meldest „neuer Kurs liegt an“ und hältst ihn für einen Moment sauber. Merke: soll der Kurs kleiner werden; Steuer nach Backbord – LEFT IS LESS. Umgekehrt, grösserer Kurs; Steuer nach Steuerbord.

Einfache Peilung oder Kreuzpeilung

Das SBF-Prüfungsmanöver „Einfache Peilung oder Kreuzpeilung“ ist ein wichtiger Teil der praktischen Prüfung für den Sportbootführerschein (SBF). Bei diesem Manöver muss der Bootsführer mithilfe von Landmarken oder Seezeichen seine Position auf See bestimmen.

Bei der einfachen Peilung verwendet der Bootsführer eine einzelne Landmarke oder ein einzelnes Seezeichen, um seine Position zu bestimmen. Er richtet das Boot auf die Landmarke oder das Seezeichen aus und liest den Peilwinkel am Kompass ab. Anhand dieses Peilwinkels und unter Berücksichtigung der aktuellen Karte kann der Bootsführer seine Position auf der Karte bestimmen.

Bei der Kreuzpeilung verwendet der Bootsführer zwei oder mehr Landmarken oder Seezeichen, um seine Position genauer zu bestimmen. Er richtet das Boot auf die verschiedenen Landmarken oder Seezeichen aus und liest die Peilwinkel am Kompass ab. Durch das Kreuzen dieser Peilungen kann der Bootsführer seine genaue Position auf der Karte bestimmen.

Während des Manövers ist es wichtig, die Peilungen genau durchzuführen und mögliche Fehler bei der Peilung zu vermeiden. Der Bootsführer sollte auch auf äußere Einflüsse wie Strömungen, Windverhältnisse und andere Boote achten, die die Peilung beeinflussen könnten.

Am Ende des Manövers sollte der Bootsführer seine Position auf der Karte genau bestimmt haben und das Manöver erfolgreich abgeschlossen haben.

Rettungsmanöver MoB (Mensch über Bord)

Das Rettungsmanöver „Mensch über Bord“ (MoB) ist ein wichtiger Bestandteil der praktischen Prüfung für den Sportbootführerschein (SBF). Es dient dazu, eine Person, die über Bord gefallen ist, sicher und schnell wieder an Bord zu nehmen.

Hier sind die Schritte zur Durchführung des MoB-Manövers:

1. Sofortige Reaktion: Sobald jemand über Bord fällt, muss der Bootsführer sofort „Mensch über Bord“ rufen um die Besatzung zu alarmieren. Gleichzeitig muss er auskuppeln und das Steuer in die Richtung lenken, auf welcher die Person über Bord gegangen ist. Somit dreht das Heck von der Person weg und es wird die Gefahr der Verletzung durch die Schraube minimiert.

2. Die Mannschaft wird dazu aufgerufen, die Person UNBEDINGT im Blick zu behalten, Rettungsmittel zu werfen und den Abstand zur Person laufend zu melden.

3. Wende manövrieren: Bei 3-4 Bootslängen Abstand zur Person wenden und zurück fahren. Crew mobilisieren: Die Besatzung sollte während der Wende die Rettungsmittel wie Rettungsring oder Rettungsleine bereithalten und sich auf die Rettung vorbereiten.

4. Rettungsmanöver durchführen: Sobald das Boot die Position der Person über Bord erreicht hat, sollte die Besatzung die Rettungsmittel gezielt einsetzen, um die Person sicher an Bord zu bringen. Dabei ist es wichtig, ruhig und koordiniert zu handeln, um die Rettung erfolgreich durchzuführen. Die Anfahrt geschieht gegen die Strömung. So wird die Person zum Boot getrieben und nicht davon weg.

6. Nachkontrolle: Nachdem die Person über Bord gerettet wurde, sollte der Bootsführer sicherstellen, dass alle Besatzungsmitglieder sicher an Bord sind und sich um eventuelle Verletzungen oder Unterkühlung kümmern.

Das erfolgreiche Durchführen des MoB-Manövers ist ein wichtiger Aspekt der SBF-Prüfung und zeigt die Fähigkeit des Bootsführers, in Notfallsituationen angemessen zu reagieren und die Sicherheit der Besatzung zu gewährleisten.

Person, in dem Fall Boje oder Fender wieder im Boot? Dann ist auch dieser Teil der Prüfung geschafft.

Anlegen am Steg

Das Manöver „Anlegen am Steg“ ist ein wichtiger Bestandteil der praktischen Prüfung für den Sportbootführerschein (SBF). Dabei muss der Bootsführer sein Boot sicher und kontrolliert an einem Steg festmachen.

Hier sind die Schritte zur Durchführung des Anlegens am Steg:

1. Vorbereitung: Bevor das Boot anlegt, sollte der Bootsführer sicherstellen, dass der Steg frei ist und genügend Platz für das Boot vorhanden ist. Er sollte auch die Geschwindigkeit des Bootes kontrollieren und auf mögliche Strömungen oder Windverhältnisse achten.

2. Anfahrt: Der Bootsführer sollte das Boot langsam und kontrolliert im möglichst spitzen Winkel auf den Steg zufahren und dabei die Geschwindigkeit so anpassen, dass er sicher anlegen kann. Er sollte darauf achten, den Steg nicht zu schnell anzufahren, um eine Kollision zu vermeiden. Fender aufhängen und Leinen klar machen lassen.

3. Festmachen: Sobald das Boot in der richtigen Position am Steg ist, können die Leinen am Steg festgemacht werden.

Boot noch in Ordnung? Nichts zerbeult, zerkratzt oder auf dem Steg liegend? Dann sollte auch dieser Punkt für Dich abgehakt sein.

Das erfolgreiche Anlegen am Steg zeigt die Fähigkeit des Bootsführers, sein Boot sicher zu manövrieren und in verschiedenen Situationen zu kontrollieren.

Knoten
  1. Webleinstek
  2. 1½ Rundtörn mit zwei halben Schlägen
  3. Achtknoten
  4. Kreuzknoten
  5. einfacher oder doppelter Schotstek
  6. Palstek
  7. Stopperstek
  8. Webleinstek auf Slip
  9. Belegen einer Klampe/ Klampenschlag

Wahlpflicht-Manöver

Kursgerechtes Aufstoppen

Kursgerechtes Aufstoppen ist das Bremsen des Bootes. Anders als beim Auto, gibt es hier aber statt einer Bremse nur den Rückwärtsgang. Und da sich das Heck durch den Radeffekt der Schraube wegdreht, muss mit dem Steuer so korrigiert werden, dass das Boot auch im Stehen immer noch auf dem aktuell gefahrenen Kurs liegt. Stimmt der Kurs und ist das Boot gestoppt, ist für Dich der nächste Punkt abgehakt.

Wenden auf engstem Raum

Wenden auf engstem Raum oder auch Drehen auf dem Teller. Bei diesem Manöver wendest Du das Boot auf der Stelle. So bekommst Du das Boot in engen Häfen, an Liegeboxen oder zwischen anderen Booten platzsparend gedreht.

Fahren nach Schifffartszeichen

Der Prüfer wird Dir ein

Anlegen eines Sicherheitsgurtes oder einer Rettungsweste
1 von 3 Manöver Schallsignalen

Zum Schluss lies Dir noch unsere Tipps durch, wie Du die Prüfung sicher schaffst.

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